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    Gründer-Tagebuch · Hinter den Kulissen

    Zwischen Feierabend und Founder-Modus: Meine Woche mit Kireon

    Heute ist Sonntag, und ich sitze wieder da, wo ich fast jeden Sonntagabend sitze: am Laptop, mit einer Tasse Kaffee, und denke über die letzte Woche nach. Ich baue Kireon nebenberuflich. Das heißt: tagsüber mein normaler Job, abends und am Wochenende Kireon. Diese Woche will ich mal ehrlich aufschreiben, wie das eigentlich aussieht.

    Montag bis Freitag: Zwischen zwei Welten

    Unter der Woche bleibt mir wenig Zeit. Ein, zwei Stunden am Abend, wenn es gut läuft. In dieser Zeit passiert ganz Unterschiedliches: Mal telefoniere ich mit einem Betrieb, der Kireon testen will und Fragen hat. Mal sitze ich einfach nur da und überlege, welches Feature als nächstes dran sein sollte. Und mal geht der Abend komplett für Kleinkram drauf – eine Rechnung schreiben, eine E-Mail beantworten, einen Fehler beheben, den ein Nutzer gemeldet hat.

    Was mir diese Woche aufgefallen ist: Ich rede inzwischen mit ziemlich vielen Betrieben aus dem Garten- und Landschaftsbau. Und je mehr ich rede, desto klarer wird mir, wie unterschiedlich die Probleme sind. Der eine Betrieb kämpft mit der Zeiterfassung, der nächste mit der Nachkalkulation, wieder ein anderer einfach nur mit zu viel Papierkram. Es gibt nicht DAS eine Problem, das ich lösen kann, und dann ist gut. Das war mir am Anfang nicht so bewusst.

    Der Zweifel, der immer mitfährt

    Ich will nicht so tun, als wäre alles nur Motivation und Fortschritt. Es gibt Abende, an denen ich mich frage, ob das alles überhaupt Sinn ergibt. Ob ich als einzelne Person gegen etablierte Anbieter überhaupt eine Chance habe. Ob die Zeit, die ich reinstecke, sich jemals auszahlt. Diese Zweifel kommen meistens dann, wenn ich müde bin und der Tag lang war. Am nächsten Morgen sehen die Dinge dann meistens schon wieder anders aus.

    Ein kleiner Sieg zum Schluss

    Aber es gab diese Woche auch etwas, das mich gefreut hat: Ich habe ein Feature fertig bekommen, an dem ich schon länger gebastelt habe – ein DSGVO-Feature, das Betrieben hilft, ihre Daten datenschutzkonform zu verwalten. Nichts Weltbewegendes, aber etwas, das den Alltag für die Betriebe, die Kireon nutzen, ein bisschen einfacher und sicherer macht. Solche kleinen Momente sind es, die mich weitermachen lassen, wenn die Zweifel mal wieder lauter werden.

    Ich glaube, das ist ehrlich gesagt auch das Ehrlichste, was ich über diese Art zu arbeiten sagen kann: Es ist kein geradliniger Weg nach oben. Aber immer dann, wenn ich mir die Frage stelle "Was mach ich hier eigentlich?", fügt sich am Ende doch irgendwie alles zusammen und ergibt Sinn. Und deswegen mache ich weiter. Nächste Woche geht es weiter – mit neuen Gesprächen, neuem Code und wahrscheinlich neuen Zweifeln. So ist das eben, wenn man nebenbei etwas aufbaut.